Stickvorlagen Blumen: vorgezeichnete Stickpackungen oder selber zeichnen

Beitrag von

Handarbeit

Beitrag von Lilly

Lilly

Handarbeit

Lilly liebt das Radfahren im Feld und kümmert sich liebevoll um ihre Mitmenschen. Um von einem anstrengenden Arbeitstag zu entspannen, stickt sie wunderschöne Motive in allen Farben und Sticktechniken. Florale Motive sind ihre Lieblingsdesigns – inspirieren lässt Lilly sich direkt in der Natur, denn sie verbringt draußen viel Zeit.

„Wunderschöne florale Designs bringen den Frühling ins Haus!“

Handarbeit

Frühlingsfrische Stickvorlagen: Blumen, Gräser und Co. vorgezeichnet

Stickvorlagen Blumen: vorgezeichnete Stickpackungen oder selber zeichnen

Wenn du dich schon näher mit dem Thema Sticken befasst hast, weißt du ja, dass dir im gezählten Kreuzstich die zählbaren Kästchen auf dem Untergrund als Hilfestellung zur Verfügung stehen. So kannst du deine Muster nach dem Zählschema einfach aufsticken. Es gibt aber auch vorgezeichnete Stickmotive auf feinen Webstoffen, die du in ganz unterschiedlichen Stichen aufsticken und deiner Kreativität somit freien Lauf lassen kannst. Du findest im Sortiment jede Menge schöne Stickvorlagen: Blumen, Gräser sowie viele weitere vorgezeichnete Motive.

Was ist der Unterschied zwischen vorgezeichneten Stickbildern und Vorlagen im gezähltem Kreuzstich?

In meinem letzten Beitrag habe ich mich mit dem gezählten Kreuzstich befasst und dir gezeigt, wie einfach du damit in das Handarbeitsthema Sticken einsteigen kannst. Die grob gewebten Untergründe erleichtern dir nicht nur den Übertrag des Motivs durch das Zählen der Kästchen, sondern zeigen dir auch genau, wo du deine Sticknadel einstechen sollst. Da du hier immer im gleichen Muster mit Grund- und Deckstich vorgehst, wirkt das Stickbild immer gleichmäßig.

Bei den vorgezeichneten Stickvorlagen handelt es sich meistens um eine feine Gewebestruktur mit bereits aufgedrucktem Motiv oder einer beigefügten Vorlage zum Auftragen auf dem Stoff. Es gibt sie für Stickbilder, Tischläufer oder ganze Tischdecken.

Eigene Stickbilder: Vorlagen erstellen

Natürlich kannst du aber auch dein eigenes Motiv mit selbstgezeichneten Vorlagen auf das Gewebe übertragen. Manche Stoffe sind lichtdurchlässig, sodass sich die Stickvorlagen gut abpausen lassen. Es gibt aber auch als praktischen Helfer das wasserlösliche Solufix Vlies. Darauf wird das Stickbild mit Bleistift aufgezeichnet und auf dem Stoff platziert. Anschließend stickst du das Motiv gleichzeitig auf dem Vlies sowie auf dem Stoff nach. Wenn du fertig bist, wäschst du dein Stickbild mit lauwarmem Wasser aus, damit das Vlies sich auflöst und ganz verschwindet.

Material für Stickbilder

Die vorgezeichneten Stickpackungen beinhalten alles, was du für dein Stickbild benötigst. Meistens ist der Stoffabschnitt unifarben und besteht zu 100% aus Baumwolle – es gibt aber auch weitere Gewebearten wie Polyester oder Leinen. Wenn du die Materialien für dein Stickprojekt selbst zusammenstellst, achte nur immer darauf, dass dein Stoff nicht zu elastisch ist.

Nichtsdestotrotz kannst du auch Taschen, Shirts oder Jeans mit dem Sticktwist bearbeiten und zum Beispiel florale Motive aufsticken. Dafür ist das Solufix Vlies ebenfalls besonders hilfreich.

Starte auch bei den vorgezeichneten Stickbildern zunächst mit dem Befestigungsstich. Entweder es ist in der Stickanleitung vorgegeben oder du entscheidest, mit wie vielen Fäden du das Sticktwist in die Öse einfädelst. Für feines Gewebe nutzt du lieber eine spitze Sticknadel, bei den gröberen Stoffen, wie beispielsweise beim gezählten Kreuzstich, eher die stumpfen Nadelspitzen.

Stiche für blumige Stickbilder

Bei den Stichen ist dir bei den vorgezeichneten Stickvorlagen für Blumen freie Hand gelassen – manche Stiche bieten sich aber je nach Motiv besser an als andere. In den Grundlagen wird dir anschaulich erklärt, wie du welchen Stich umsetzt.

Beim Stielstich ist beispielsweise der Name Programm und bietet sich daher für gerade und geschwungene Konturen wie bei einem Blumenstiel an. Aber auch der Spannstich ist für florale Muster perfekt geeignet, da du damit waagerechte, senkrechte, diagonale oder strahlenförmige Muster sticken kannst. Gräser, Zweige, aber auch Blumen in Strahlenform hast du damit schnell umgesetzt. Der runde Knötchenstich ist zunächst etwas kompliziert, aber mit etwas Übung setzt du damit in deinem Stickprojekt kleine Highlights oder verwendest ihn als Blütenmitte.

Mit dem Schlingenstich oder auch bekannt als „Lazy Daisy Stitch“ erzeugst du wunderschöne Blütensterne. So zieren diese einfachen Blümchen zum Beispiel meine Sommerjeans.

Mit dem Plattstich füllst du größere Flächen und erhältst ein gleichmäßiges Stickbild. Du startest diesen Stich zum Beispiel immer an der Spitze bzw. runde Formen immer von der Mitte ausgehend. Die geraden oder schrägen Stiche setzt du ganz eng nebeneinander und stickst so lange, bis sich das Blatt oder die Blüte vollständig füllt.

Natürlich kannst du auch im Kreuzstich deine vorgezeichneten Stickbilder umsetzen – hier zählst du jedoch nicht die Kästchen auf dem Gewebe, sondern stichst den Grund- bzw. Deckstich immer im gleichmäßigen Kreuzmuster fort. Oftmals helfen hier Punkte als Orientierungslinie, um die diagonalen Stiche gleichmäßig einzustechen.

Übung macht den Meister!

Sticken ist reine Übungssache – wenn du die verschiedenen Stiche erst einmal verinnerlicht hast, kommen dir die Stickideen von ganz allein. Es macht besonders viel Spaß, sich mit neuen Materialien und Stichen auszuprobieren. Ich finde, Stickprojekte sind immer eine wunderbare Geschenkidee – zum Beispiel personalisierte Stickbilder, Blumen und andere Motive als Verzierung von selbstgemachten Lavendelsäckchen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Freude beim Sticken (lernen)
Lilly