Rundes Aquarellpapier: Malen & Gestalten mit 300g Aquarellpapier

Beitrag von

Kunst

Beitrag von Hugo

Hugo

Kunst

Als leidenschaftlicher Fotograf hat sich Hugo besonders der abstrakten Kunst zugewendet. Er liebt das Malen zur Entspannung und verbringt seine Wochenenden meistens in seinem Studio, das er mit seinen künstlerischen Freunden teilt. Dort steigen auch immer ziemliche coole Partys und er trifft außergewöhnliche Leute. Falls er mal nicht im Kreativ-Studio ist, reist er durch die Großstädte Europas, jettet von einer Kunstausstellung zur anderen und fängt seine Abenteuer mit der Kamera ein.

„Das Aquarellpapier entscheidet ganz besonders über den weiteren (Farb-)Verlauf.“

Kunst

Aquarellpapier verstehen: Stärke, Struktur & Format

Rundes Aquarellpapier: Malen & Gestalten mit 300g Aquarellpapier

Jede:r Aquarellkünstler:in weiß: das Aquarellpapier entscheidet mindestens genauso wie viel wie die Aquarellfarbe. Ob deine Ideen fließen oder stocken, ob sich die Oberfläche wellt, Farbverläufe gelingen oder die Pigmente zum Leuchten bringen – all das hängt vom Papier ab. In diesem Beitrag schaue ich mir genauer an, welche Stärken, Strukturen und Formate es gibt und welches Aquarellpapier zu deiner künstlerischen Arbeit passt.

Eine Welle der Kreativität: Auf die Stärke kommt es an

Mit viel Wasser arbeiten, in verschiedenen Farbschichten oder feucht-in-feucht – du kennst die Basics und verschiedenen Techniken der Aquarellmalerei. Jetzt solltest du neben hochwertigen Farbnäpfchen aber auch noch das richtige Aquarellpapier wählen, um ideale Ergebnisse zu erzielen.

Für lockere Skizzen reichen oft 200 g/m² – arbeitest du aber intensiver mit feuchten Techniken, solltest du stärkeres Papier verwenden. Mindestens 300 g/m², wenn nicht sogar mehr. Das Papier wellt sich dann nämlich weniger und bleibt stabil – und das ist entscheidend, wenn du mehrere Farbschichten verwendest.

Das sagt die Struktur über dein Aquarellpapier aus

Beim Kauf stellt sich dann noch die Frage nach der Struktur: Feinkorn, rau oder satiniert? Was bedeutet das für dein Kunstwerk? Ich erkläre es dir:

  • Feinkorn (cold pressed): der Allrounder – ideal für fast alles
    Diese Textur ist eher leicht, gibt der Farbe dennoch Halt und lässt Washes gleichmäßig verlaufen. Von Landschaften über florale Motive bis hin zu Portraits lassen sich alle Arten sauber gestalten.
  • Rau (rough): perfekt für expressive, lebendige Strukturen
    Hier ist die Körnung stärker, sodass Vertiefungen auf dem Papier entstehen – ab und an bleiben Erhöhungen frei, wodurch das Kunstwerk einen besonders lebendigen Charakter erhält. Ideal für grobe Strukturen, Landschaften und abstrakte Motive – weniger für Feinheiten und Details.
  • Satiniert (hot pressed): glatt, ideal für Details und Illustrationen
    Die glatte Oberfläche lässt die Farbe gleichmäßig trocknen und zeigt jeden Pinselstrich – daher eher für feine Illustrationen, Letterings oder sogar realistische Zeichnungen. Die Verläufe sind hier weniger unkontrollierbar und erfordern daher etwas mehr Erfahrung in der Aquarellmalerei.

Den Hinweis zur jeweiligen Oberflächenstruktur findest du auf jedem Aquarellpapier-Umschlag.

Format und Art: Loses Papier oder geleimt

Ein Aquarellblock, der rundherum verleimt ist, hält das Papier beim Malen flach, selbst wenn viel Wasser verwendet wird. Da es nicht gespannt werden muss, kannst du direkt mit dem Malvergnügen loslegen. Nach dem Trocknen löst du das Bild vorsichtig mit einem Messer aus dem Block – super praktisch, musst aber dran denken, wenn du unterwegs malst. Allerdings solltest du immer erst warten, bis du dein Bild vollständig getrocknet ist, bevor du es aus dem Block löst.

Loses Aquarellpapier gibt dir maximale Freiheit: Zuschneiden, reißen, experimentieren. Perfekt, wenn du groß denkst, spezielle Formate brauchst oder mehrere Projekte starten möchtest.

Du findest alle gängigen DIN-Formate wie A5, A4 und A3 – aber darüber hinaus gibt es noch mehr Auswahl: quadratische Blöcke, Papier in Postkartengröße, längliche Lesezeichen und rundes Papier. Diese eignen sich zum Beispiel für dekorative Mandalas oder spezielle Kartengrüße. Schwarzes Aquarellpapier sorgt zum Beispiel für besonders leuchtende Effekte bei deckenden Farben, Neon- oder Metallic-Näpfchen.

Wenn du auf diese verschiedenen Faktoren beim Kauf achtest, dann lässt es sich für dich entspannter malen und du erhältst zuverlässigere Ergebnisse – probiere es einfach mal selbst aus.

Viel Freude beim Malen
Hugo