Zeichenkohle: Ob natürlich, hart gepresst oder flüssig, verschiedene Kohlesets

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Rani liebt die Kunst, sie ist die Kunst! Jede freie Minute verbringt sie ihre Zeit im Kreativ-Atelier und kennt sich super gut mit den verschiedenen Materialien aus. Von abstrakt bis filigran – Rani probiert sich in unterschiedlichen Stilen aus. Sie ist und bleibt ein kreativer Freigeist! Du hast eine Frage zu verschiedenen Produkten? Sie findet eine Antwort für dich!

„Abstrakte Skizzen mit Zeichenkohle – immer eine tolle Idee!“

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Kunst trifft Kohle: Kreativ mit Zeichenkohle

Zeichenkohle: Ob natürlich, hart gepresst oder flüssig, verschiedene Kohlesets

Eins der ältesten Zeichenmaterialien überhaupt: die Zeichenkohle. Natürlich, roh und voller Intensität - ob für Skizzen oder detaillierte Porträts, mit Zeichenkohle hältst du das Spiel zwischen Licht und Schatten perfekt fest. Doch Kohle ist nicht gleich Kohle: Was genau hinter Naturkohle, Reißkohle und flüssiger Zeichenkohle steckt, verrate ich dir in diesem Beitrag.

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Naturkohle vs. Reißkohle

Leicht gekrümmt, an den Fingern abfärbend und perfekt verwischbar: Naturkohle besteht meistens aus Weiden- oder Lindenholz. Sie eignet sich ideal für weiche Skizzen und atmosphärische Zeichnungen. Schon früher faszinierte Künstler:innen der leicht bläuliche Schwarzton, den die natürliche Kohle hervorruft. Mit dem Finger oder einem Papierwischer lassen sich Linien ganz leicht verwischen und verleihen deinen Kohlezeichnungen noch mehr Kontrast. Zeichenkohle ist somit sofort einsatzbereit und für filigrane Skizzen sowie flächige Werke geeignet.

Schwärzer und intensiver dagegen ist die Reißkohle: Sie besteht aus verdichteter, gepresster Kohle und wird dank Bindemitteln zu einem stabilen Stift. Er lässt sich mit einem scharfen Cuttermesser spitzen und präzise auf das Papier führen. Dank der tiefschwarzen Linien und der unterschiedlichen Härtegrade lässt sich mit den bruchsicheren und gleichmäßig pigmentierten Ruß- und Tonpartikeln der Reißkohlestifte besonders feine Details zeichnen.

Verschwimmen statt verwischen: Flüssige Zeichenkohle

Spannend wird es, wenn natürliche Kohlepigmente mit Gummi arabicum und Wasser gemischt und zu einer flüssigen Zeichenkohle verarbeitet werden. Hier schlagen nun Aquarellherzen höher, denn diese Farbe aus Naturprodukten lässt sich mit Pinsel oder Feder auftragen. Besonders gut zur Geltung kommt flüssige Zeichenkohle auf Aquarellpapier oder grundierter Leinwand, denn die Übergänge werden dort wunderbar fließend. Diese Verläufe erinnern zwar an Tinte, aber die matte und samtige Oberfläche weist eindeutig auf eine klassische Kohlezeichnung hin.

Ein schönes Beispiel ist die flüssige Zeichenkohle von Schmincke: Sie wird aus natürlichen Pigmenten hergestellt, ist vegan und wasserbasiert – perfekt für nachhaltige Künstler:innen, die gerne experimentierfreudig arbeiten.

Kreativ-Kombi: Zeichenkohlen kombinieren

Ein Tipp aus dem Atelier: Kombiniere doch einfach die flüssige Zeichenkohle mit trockener Naturkohle. So kannst du Tiefe und Textur erzeugen – zum Beispiel weiche, verlaufende Hintergründe mit flüssiger Kohle malen und anschließend Details mit dem Stift betonen. Ob Naturkohle für zarte Skizzen, Reißkohle für präzise Linien oder flüssige Zeichenkohle für experimentelle Werke mit Pinsel – jede Variante hat ihren eigenen Charakter. Probiere dich ruhig durch die verschiedenen Formen der Zeichenkohle aus und finde heraus, welche Ausdrucksform zu deinem Stil passt.

Viel Freude beim Ausprobieren und Verwischen,
Rani